332 Seiten

 ISBN 978-3-819029-62-2     

 

 

Erlebe die intensive und geheimnisvolle Reise in einem mitreißenden historischen Roman, angesiedelt im ausgehenden 16. Jahrhundert. Autor Alfred Pelzer entführt die Leser*innen in die Nähe von Trier, nach Ruwer und an den Karthäuser Hof. Dort lebt Chunrath, ein junger Außenseiter, mit seiner als "Blödgesicht" verspotteten Andersartigkeit. In einer Zeit, in der Hexenjäger ihre grausamen Spiele treiben, wird Chunraths Familie Opfer von Verfolgung und Folter. Gefangen zwischen den Welten von Aberglaube und grausiger Realität, gerät Chunrath selbst in die Fänge der Inquisition. Doch was ist das rätselhafte Geheimnis hinter seinem Schicksal? Entdecke eine Geschichte voller Spannung, Intrigen und historischem Flair. Perfekt für Liebhaber*innen von packenden historischen Erzählungen mit tiefem emotionalem Gehalt. 

 

 

Wie alles begann

Es war im Mai 2003, als ich mich mit einem Rucksack voll Lebensmut und einer Prise Abenteuerlust auf den Jakobsweg begab. Die Sonne lachte mir ins Gesicht und die Vögel zwitscherten ein motivierendes Morgenlied. Während die Füße ihren Weg über Stock und Stein suchten, bahnte sich ganz schleichend ein Gedanke in meinen Kopf:
»Darüber schreibe ich ein Buch!«
Oh ja, noch bevor Hape Kerkeling seinen Pilgerstab schwang, hatte ich den literarischen Federkiel gewissermaßen schon gezückt.
Zurück in der Heimat, umgeben von meinem bescheidenen Bücherstapel und einem halb leeren Kaffeebecher, bereitete ich mich vor, die Abenteuer in Worte zu kleiden. Doch siehe da, mein Motor der Erleuchtung stotterte, aus dem anfänglichen Roman über den Pilgerweg wollte einfach nichts werden.
Doch ganz wie das Schicksal es wollte, fand ich mein wahres Thema bei meiner Arbeit, schneller als gedacht. Die Erfindung! Ja, die Erfindung der Brille sollte der glühende Kern meines Buches werden, denn schließlich pocht in meinem Herzen das Blut eines Augenoptikers. Ohne Brille, kein Buch, wo wäre die Welt ohne Brille, dachte ich mir und machte mich ans Werk.








 

Aber lasst mich Euch etwas verraten: Das Schreiben eines Buches ist, als würde man versuchen, einen Sack Flöhe zu hüten, an einem windigen Tag. Die Geschichte formte sich nur äußerst widerwillig. Die Charaktere versteckten sich, die Handlungsstränge verwoben sich zu einem kunterbunten Wirrwarr.
Zwanzig Jahre vergingen wie im Flug - eine Zeit, in der ich mehr als einmal den Glanz der Motivation verloren hatte.
»Ist das der richtige Weg?«, fragte ich mich, während ich belustigt feststellen musste, dass eine Brille zwischenzeitlich von einem essenziellen Arbeitswerkzeug zu einem modischen Accessoire aufgestiegen war.
Als begeisterter Leser historischer Romane verpackte ich die Geschichte des kurzsichtigen Chunrath in das 16. Jahrhundert.
Es war in dieser Zeit schwierig für einen Kurzsichtigen (-20,0 dpt.), entsprechende Linsen zu finden, die ihm hätten helfen können.

Die Muse ist eine launische Diva, schreitet sie erst durch die Tür, räumt sie auch gründlich auf. Und so geschah es 2025, dass ich mit einem Seufzer der Erleichterung und einem Triumphgefühl, als hätte ich gerade den Mount Everest erobert, mein erstes Buch in den Händen hielt. Die fiktiven Figuren, die einst nur vage Schatten in meinem Kopf waren, sprangen jetzt freudig von den Seiten und die Geschichte glänzte heller als ein frisch poliertes Brillenglas.


 

»Schau an, wer hätte gedacht, dass ich das tatsächlich schaffe?«, murmelte ich, als ich den frisch gedruckten Band anstarrte. Ein Werk, das die Bedeutung der Brillenerfindung lebendig und erzählerisch in ein historisches Licht taucht. Eine gemächliche Reise durch vergessene Zeiten, gespickt mit Abenteuern und Entdeckungen. Und wisst ihr was? Ich habe sogar ein kleines Lächeln für jeden eingewebt, der jemals das zweifelhafte Vergnügen hatte, seine Lesebrille an den unmöglichsten Orten zu suchen!
Das Schreiben eines Romans ist eine epische Reise. Es ist das Umarmen der Unzulänglichkeiten, das Feiern der kleinen Siege und der ständige Kampf gegen den inneren Kritiker, der oft lauter sein kann als ein kaputter Wecker am Montagmorgen. Es ist das Finden des Gleichgewichts zwischen fantasievollen Metaphern und nüchternen Tatsachen, das Erschaffen von Welten und die elegante Verschmelzung von Geschichte und Fiktion.
Und so hoffe ich, dass die Worte der Geschichte dir genauso viel Freude bereiten, wie sie mir beim Schreiben geschenkt haben. Möge sie diejenigen, die sie lesen, ebenso inspirieren, eigenen Träumen nachzujagen, sei es nun auf den Pfaden des Jakobswegs oder auf anderen Wegen des Lebens. Denn wenn man eines aus dieser Geschichte lernen kann, dann dies: Es ist nie zu spät, den Träumen eine Stimme zu geben - und eventuell auch eine Brille, um sie klarer zu sehen.
Nicht wahr?

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